Food Fotografie Escal

Food-Fo­to­gra­fie – die Kunst des stil­vol­len In Sze­ne Set­zens.

Food­fo­to­gra­fie ist Ge­nuss mit den Au­gen: Es­sen tun wir alle gern. Le­cke­re Spei­sen an­zu­schau­en ist be­reits ein Ge­nuss. Le­bens­mit­tel und Ge­trän­ke zu fo­to­gra­fie­ren ist schon bei­na­he ein Volks­sport ge­wor­den, den­ken wir nur an die vie­len tau­send Bil­der auf In­sta­gram, Pin­te­rest und Face­book.

Doch was macht pro­fes­sio­nel­le Food­fo­to­gra­fie aus?
Wel­che Din­ge sind zu be­ach­ten, die der Laie wo­mög­lich ver­nach­läs­sigt? Und war­um über­haupt soll­te ich mein Pro­dukt so fo­to­gra­fie­ren las­sen?

Von hin­ten an­ge­fan­gen: Weil der Mensch un­ge­mein auf vi­su­el­le Rei­ze re­agiert. Sind die­se dann noch po­si­tiv be­setzt, wie eine ver­füh­re­ri­sche Ku­gel Eis, ein kaf­fee­brau­ner Lat­te Mac­chia­to, eine def­ti­ge Piz­za oder ein kna­cki­ger Sa­lat, kommt der Be­trach­ter kaum um­hin, kei­nen Ap­pe­tit zu be­kom­men. Das Ge­hirn nimmt den Reiz wahr und wan­delt ihn um in Lust: „Ha­ben wol­len“. Ge­nau da bzw. so möch­ten wir un­se­ren Käu­fer ha­ben.
Nicht von un­ge­fähr zei­gen so vie­le Le­bens­mit­tel­ver­pa­ckun­gen schon auf der Um­ver­pa­ckung, was drin ist. In ei­nem be­son­ders vor­teil­haf­ten Licht.

Eine Auge fürs De­tail
Food­fo­to­gra­fie ist die Kür der Pro­dukt­fo­to­gra­fie, in­dem sie die Scho­ko­la­den­sei­te schein­bar all­täg­li­cher Din­ge op­ti­mal in Sze­ne setzt. Ob Stu­dio- oder Out­door-Food­fo­to­gra­fie, ob mit oder ohne viel De­ko­ra­ti­on, wich­tig ist al­lein das Er­geb­nis: Au­then­tisch, ver­füh­re­risch, über­zeu­gend. Das Foto macht ei­nem im bes­ten Fall be­wusst, was man die gan­ze Zeit ver­misst hat – ohne es zu wis­sen.

Wer Sinn­lich­keit, Krea­ti­vi­tät und De­tails zu schät­zen weiß, ist in der Food­fo­to­gra­fie gut auf­ge­ho­ben. Ein be­son­de­res Auge für Köst­lich­kei­ten, Ar­ran­ge­ment, Ent­fer­nung und Per­spek­ti­ve ist Vor­aus­set­zung. Eine Top-Tech­nik-Aus­rüs­tung das A und O. Und: Übung macht den Meis­ter: Un­se­re Pro­fis ha­ben schon eine Men­ge ge­se­hen – und pro­biert. Des­halb“ sitzt je­der Schuss“.

Kunst für Kön­ner und Ken­ner
Eine Art Still­le­ben: Food­fo­to­gra­fie be­nö­tigt be­son­de­res Licht. Die Be­leuch­tung ent­schei­det nicht sel­ten über die Qua­li­tät des Bil­des. Har­te Schat­ten wer­den in der Re­gel ver­mie­den.

  • Kon­tu­ren
  • Un­schär­fe
  • Fo­kus­sie­rung

– all das sind die Zu­ta­ten, aus de­nen Bil­der ent­ste­hen, die uns das Was­ser im Mund zu­sam­men­lau­fen las­sen. Ge­druckt oder di­gi­tal, in Far­be oder so­gar schwarz-weiß.

mise en place”
Hin­ter­grund, Ac­ces­soires und da­mit die Ge­samt­an­mu­tung soll­te vor dem Shoo­ting klar sein. Ei­ni­ge emp­find­li­che Le­bens­mit­tel wie Eis, Sah­ne, etc. wer­den in der Food­fo­to­gra­fie auch gern durch Dou­bles (Wachs, Schaum, usw.) er­setzt. Vor al­lem, da­mit sie un­ter den oft hei­ßen Lam­pen oder im Ta­ges­licht län­ger durch­hal­ten.

Der Font, der Hin­ter­grund bil­det die Ba­sis für das Pro­dukt im Vor­der­grund. Der Schwer­punkt, das High­light im Bild kann nur glän­zen, wenn der Back­ground ihm die Mög­lich­keit dazu gibt.

Ge­stal­tungs­leh­ren im Food­be­reich
Ei­ni­ge klas­si­sche Ge­stal­tungs­re­geln gel­ten auch in der Food­fo­to­gra­fie: Li­ni­en­füh­rung, gol­de­ner Schnitt, Kom­ple­men­tär-Ele­men­te und vie­les an­de­re. Ein Mo­tiv nicht in der Bild­mit­te zu plat­zie­ren kann eben­so eine at­trak­ti­ve Span­nung er­zeu­gen wie ein be­wuss­ter An­schnitt oder ein un­ge­wöhn­li­cher Schär­fe­kon­trast. Wich­tig ist: Die Ori­gi­na­li­tät muss sub­til da­her­kom­men. So­bald sie auf Kos­ten der Er­kenn­bar­keit geht, wird es – auch im öko­no­mi­schen Sin­ne – ex­pe­ri­men­tell.

Hilfs­mit­tel er­laubt
Was­ser, Öle, Dampf oder Hilfs­mit­tel zum Fi­xie­ren – man­ches macht die Spei­sen auf dem Bild noch ap­pe­tit­li­cher. Auch die pas­sen­den Re­qui­si­ten kön­nen, je nach Aus­wahl, un­ter­schied­lichs­te Stim­mun­gen er­zeu­gen, um ver­schie­de­ne Ziel­grup­pen an­zu­spre­chen. Al­ler­dings soll­te nichts vom ei­gent­li­chen Haupt­dar­stel­ler ab­len­ken.

Ziel sind die „3 A’s“: Das per­fek­te Bild ist ein Kon­glo­me­rat aus

  • At­trak­ti­vi­tät
  • Au­then­ti­zi­tät
  • und dem „Ah“-Effekt.

Fa­zit: Wer sein Pro­dukt von ei­nem Food­fo­to­gra­fie-Pro­fi ori­gi­nell in Sze­ne set­zen lässt, bie­tet sei­nen Kun­den eine über­zeu­gen­de Ent­schei­dungs­hil­fe. Und nicht ver­ges­sen: Nach dem Kauf ist vor dem Kauf.